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Das
Egerland liegt im Nordwesten Böhmens. Somit grenzt es im Norden an
Sachsen und im Westen an Bayern. Geographisch gesehen besteht das Egerland
aus folgenden Gebieten:
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der ehemals freien Reichsstadt Eger,
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den Randzonen des westlichen Erzgebirges
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dem Falkenauer Becken und dem Duppauer Gebirge,
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dem Kaiserwald mit dem Tepler Hochland
- dem nördlichen Böhmerwald. (zur
Übersichtskarte)
Weithin
bekannt sind Egerländer Musik und Karlsbader
Oblaten. Aber was weiß man
über Reliefintarsien oder Sprudelstein? Was ist ein
"Huasnoantoutara"?
Auf all diese und weitere Themen zur Geschichte und Kultur des Egerlandes
nimmt die Ausstellung im Egerland-Museum Bezug.
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Charakteristisch
für diese Region im Nordwesten Böhmens ist einerseits die ländliche
Kultur mit ihren vielfältigen Bauformen,
bemalten Möbeln, Trachten und
Zeugnissen der Frömmigkeit.
Andererseits hatten
besonders die Kurorte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad wesentlichen
Einfluss auf das Wirtschaftsleben des Egerlandes. Vor allem Kunsthandwerk
und Handel profitierten von den Badegästen
aus aller Welt. In einer
inszenierten Flaniermeile (Abb. darunter) kann sich der Museumsbesucher in
die Zeit um 1900 zurückversetzen und das Promenieren des Kurpublikums
nachvollziehen. Die Auslagen der "Butiken"
zeigen Egerländer
Porzellan, aufwendig gearbeitete Glasgefäße, Andenkenstücke aus
Sprudelstein und vieles Mehr. Offene Werkstätten geben Aufschluss über
die Herstellung verschiedener Verkaufsartikel.
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"Der Egerländer liebt eine einfache Lebensweise,..."
...er ist aufrichtig, redlich, arbeitsam, sparsam und gottesfürchtig;
er lebt mit seiner Nachbarschaft im guten Einverständnisse, er
hält das Wort, das er gibt; seine Kost ist einfach und nahrhaft, sein
gewöhnlicher Trunk Säuerling, und wo dieser nicht zu finden, Wasser; der
wohlhabende Bauer trinkt Abends gewöhnlich Bier. Branntwein wird
verabscheut, und nur zu gewissen Zeiten wird von den Weibern ein
versüßter getrunken. Munterkeit und untermischter Witz sind
vorherrschende Eigenschaften des Egerländers; man trifft unter ihnen
aufgeklärte Männer, überhaupt aber tüchtige Landwirthe."
Vinzenz Prökl, 1845
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